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Wanderschäferei

Schäfer inmitten seiner Schafherde

Unsere Wanderschäferei geht nach und nach in jüngere Schäferhände über. Die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind nach wie vor die gleichen. Wolle und Fleisch sind die zwei Hauptprodukte, die unsere 650 Mutterschafe liefern. Der Sekundäreffekt, die Landschaftspflege, rückt aber immer mehr in den Vordergrund. Von Anfang Mai bis in den November hinein wird die Herde auf der Schwäbischen Alb gehütet. Zur charakteristischen Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb gehören die Wacholderheiden und die Magerrasen-Biotope. Diese werden seit Jahrhunderten durch Schafbeweidung gepflegt. Unsere Hauptweideflächen sind solche Biotope. Sie liegen im UNESCO-Biosphären-Reservat. Seit dem Aussterben der kleinen Dorfschäfereien liegen seit Jahren kleinere Schafweiden brach. Diese Flächen verbuschen und verwildern. Der Erhalt mit ihrer typischen Flora und Fauna ist auch heute auf ökologische und kostengünstige Weise nur mit einer Beweidung möglich.

Schäfer und Schafherde auf der schwäbischen Alb
Schäfer hütet Schafe bei Nacht

In Arnach steht unser Stall, in dem wir die Schafe zur Lammzeit halten. Die Mutterschafe weiden im Winter rund um die Naturschutzgebiete auf extensiven Flächen im schneearmen Oberschwaben und werden, nur wenn es nötig ist, mit Heu oder Grassilage zugefüttert. Als Bioland-Mitglied sind wir verpflichtet, nach den Richtlinien der kontrolliert biologischen Tierhaltung (kbT) zu arbeiten. Neben der artgerechten Haltung der Schafe müssen die Futtermittel aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Pestizide zur Bekämpfung von Außenparasiten sind nicht erlaubt und der Einsatz von Medikamenten ist stark reglementiert. Natürlich kommen der Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut und die Verwendung solcher Pflanzen als Futtermittel nicht in Frage. In größeren Zusammenhängen gedacht, geht es darum, eine intakte Umwelt zu erhalten und mit Rohstoffen und Energieressourcen so schonend wie möglich umzugehen.

Schafherde im Stall
Lamm bekommt Ohrmarke gesetzt