Nachhaltigkeit

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Das gute Leben heute ... 

Nachhaltigkeit – der Begriff schwirrt seit geraumer Zeit durch die Medien und ist in aller Munde. Man hört ihn in Werbung, Politik und sogar in der Finanzbranche. Beinahe jedes Unternehmen hat heute eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie. Oft ist die Rede von nachhaltigen Städten, nachhaltigem Konsum, nachhaltigem Bauen oder schlichtweg dem nachhaltigen Leben an sich.

Ein Begriff also, der geradezu inflationär benutzt wird. Doch was genau bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich? Sind damit Umweltschutz und Bio gemeint oder spielen noch weitere Aspekte eine Rolle?

Auch wir als ökologisch orientiertes Unternehmen stellten uns diese Fragen bald nachdem wir beschlossen hatten, uns im diesjährigen Katalog mit dem Thema zu befassen und begannen, dem Begriff, seinem Ursprung und seiner Bedeutung auf den Grund zu gehen. 

... und die Vorsorge für ein gerechtes Morgen

In der Wissenschaft findet schon lange eine rege Diskussion über das Thema statt, woraus sich zahlreiche verschiedene Ansätze und Definitionen herausgebildet haben.

Nachhaltigkeit ist nicht die eine Methode, sondern vielmehr ein Ziel, ein ethischer Grundsatz, ein Handlungsrahmen. Dessen Kern ist es, eine Ressource so zu nutzen, dass sie keinen bleibenden Schaden nimmt und auch künftigen Generationen in gleicher Weise zur Verfügung steht. Daher auch der Begriff "Enkeltauglichkeit", der oft als Synonym für Nachhaltigkeit verwendet wird.

Nachhaltigkeit steht also für das gute Leben heute und die Vorsorge für ein gerechtes Morgen. Legt man diese Beschreibungen zugrunde, wird deutlich, dass sich das Prinzip Nachhaltigkeit auf alle Bereiche des Lebens übertragen und anwenden lässt, und es auch so angewendet werden muss. Nur wenn alle Aspekte des Lebens, also Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft, miteinander im Einklang stehen, kann dieses gerechte Morgen erreicht werden. Ein Ansatz, den alle heute gängigen Nachhaltigkeitsmodelle gemeinsam haben.

Mikroplastik versus Wolle

Gerade angesichts der aktuellen Debatte um das Thema Mikroplastik fühlen wir uns bestärkt in unserem Tun und unserer Fokussierung auf die nachhaltige Faser Wolle.
Mikroplastik gelangt auf vielen Wegen in die Umwelt: durch Reifenabrieb, die Landwirtschaft, aber auch zu einem großen Anteil durch den Waschabrieb von Synthetikfasern. Waschmaschinen verfügen nicht über ausreichend gute Filter, auch die Kläranlagen können nicht verhindern, dass die Plastikfasern in Böden, Flüssen und Seen in die Weltmeere gelangen und sich somit letztendlich auch in Tier und Mensch anreichern. Genaue Abbauraten von Mikroplastik sind schwer zu prognostizieren, Wissenschaftler gehen von mehreren hundert Jahren aus.

Wolle hat – besonders wenn sie aus kontrolliert biologischer Tierhaltung kommt – neben all den bekannten positiven Eigenschaften auch eine sehr gute Umweltbilanz. Sie ist schadstofffrei, und auch während des Gebrauchs haben Wollprodukte keine negativen Effekte, da bei den Waschgängen keinerlei schädliche Mikropartikel in das Abwasser gelangen. Hat ein Kleidungsstück das Ende seines Lebenszyklus erreicht, kann es kompostiert werden.

Alles bleibt anders!

Neulich wurden wir gefragt, was sich denn verändert habe und was wir jetzt so ganz anders machen würden als die „Alten“. Da mussten wir erst eine Weile nachdenken. Sicherlich haben sich im Betriebsalltag manche Abläufe und Prozesse ein wenig geändert, doch radikale Umbrüche gab es keine. Vielmehr sehen wir das Gute, das in so vielen Jahren geschaffen wurde und versuchen genau dies zu bewahren und weiterzuführen. Das Finkhof-Herz schlägt nach wie vor für Schafwolle und Textilien aus biologischer Herstellung.
Mit zeitlosen Klassikern aus langlebigen Naturfasern versucht der Finkhof also bereits seit Langem einen Beitrag auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu leisten. Das finden wir genau den richtigen Ansatz.
Warum also sollten wir daran etwas ändern?!

Neue Verpackungen

Plastik und seine negativen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Natur: Das ist seit Längerem ein großes Thema, auch bei uns auf dem Finkhof. Immer wieder wurde die letzten Jahre von Kunden angemerkt, dass einge unserer Produkte unnötigerweise in Plastik verpackt seien, und dies doch gar nicht zu unserer ökologischen Orientierung passe. Stimmt, auch wir denken schon lange: Das muss anders gehen! Und haben nun einen neuen Weg eingeschlagen. 

Wo es möglich war, haben wir ganz auf Verpackung verzichtet oder diese durch eine einfache Papierbanderole ersetzt. Unser gesamtes Angebot an Cremes wird künftig in Glastiegeln abgefüllt. Überzeugend im Bereich der Körperpflege finden wir das neue feste Shampoo sowie unseren Deo-Stick in der Kartonverpackung. 

Viele Überlegungen, Diskussionen, Entwürfe und Versuche später sind wir sehr glücklich darüber, dass wir künftig auch einen Großteil unserer Unterwäsche in Karton statt Plastik verpacken werden. Um jedoch ein aufwändiges Umverpacken der Ware und Abfall zu vermeiden, wird es eine Übergangsphase geben, während der wir die Lagerbestände, die bereits in Plastik verpackt sind, weiterhin so versenden werden. 

Selbstverständlich sind wir mit diesen Maßnahmen noch längst nicht am Ziel angelangt, sondern stehen gerade erst am Anfang des Weges. Doch bekanntlich sind es ja die kleinen Schritte, die letztendlich Großes bewirken ...