Über uns

Handel und Wandel

Entstanden ist die Schäfereigenossenschaft Finkhof in den 1970er Jahren aus einer Jugendwohngemeinschaft, die sich auf die damals roten Fahnen geschrieben hatte: alles ohne Chef, keine Familie, Selbstversorgung und politische Arbeit.Grundprinzipien, die noch heute für uns gelten, waren:

  • zusammen leben und zusammen arbeiten
  • keine Hierarchien
  • kein privates Eigentum an Produktionsmitteln
  • gemeinsame Bedürfniskasse
  • Entscheidungen werden im Konsens getroffen
  • Gleichwertigkeit aller Arbeiten

Die Aufbauphase folgte, Versuch und Irrtum waren an der Tagesordnung. Es waren die S.002 Günti packt Anna Schroll 021 VersandAnfänge der Vermarktung auf Wochen- und Weihnachtsmärkten. Unser Katalog bestand aus einem kopierten Blatt. Arbeitsbereiche wurden aufgebaut und auch wieder fallen gelassen. Um die zwei großen Arbeitsbereiche Versand und Schäferei gruppierten sich Näherei, Färberei, Weberei, Laden, Bestelltelefon, Verwaltung und Küche. Wirtschaftlicher Erfolg stellte sich ein. So entwickelten wir uns langsam und vorsichtig zu einem Betrieb mit neun Eigentümern und ca. 20 Angestellten. Letztere spielen bei uns eine wichtige Rolle. Die gesamten alltäglichen und betrieblichen Abläufe sind ohne sie undenkbar. Sie entlasten unseren Alltag und tragen oft zur guten Stimmung in Küche und Betrieb bei. Auszubildende und Praktikanten nehmen an unserem Leben Teil, was uns vor so manche Bewährungsprobe stellt. Bis zu 40 Jahre jünger und damit sehr viel diskussionsfreudiger als wir, sorgen sie für frischen Wind in unserem routinierten Tagesablauf. Wir sind professioneller geworden, haben uns aber trotzdem einige Eigenheiten bewahrt. Deshalb wird es immer wieder vorkommen, dass jemand freundlich zu verstehen gibt, dass er gerade im Hausgang die Bestellung entgegen nimmt, wo kein Computer steht, oder dass wir die Bestellung noch handschriftlich aufnehmen. Sollten Sie mal nicht telefonisch zu uns durchkommen, mähen unsere Schafe, bellt ein Hund und Uli sagt Ihnen, wie wir Sie weiterverbinden. Diesen speziellen Charakter, der typisch für uns ist, wollen wir uns auch erhalten.

30 Jahre sind eine lange Zeit: rebellische Jugend, erste Zielsetzungen, Beziehungen, Kinder, Abschiede. Abschiede auch von Ideologien, Ansprüchen, Erwartungen. Unterschiedliche persönliche Entwicklungen fanden statt. Freiräume wurden erkämpft und zugelassen. Natürlich sind auch wir nicht frei von Macht- und Konkurrenzverhalten. Leben und Beziehungen außerhalb der Gemeinschaft werden wieder wichtiger. Dennoch ist es uns wieder und wieder gelungen, Lösungen zu finden, die für alle tragbar sind.

Als Landkommune jugendlicher Aussteiger haben wir begonnen, nun gehen wir aufs Herde im MorgenrotRentenalter zu. Heute stellen wir uns andere Fragen: Wollen und können wir diese Strukturen aufrechterhalten? Was wird mit dem Betrieb? Wie gestalten wir unser Leben, gerade auch im Alter? Jeder einzelne für sich und als Gemeinschaft? Können wir unsere Eigenheiten leben und wollen wir die der anderen tolerieren? Brauchen wir im Alter mehr Distanz und individuellen Freiraum? Was können wir möglich machen, was nicht? Das wird aufregend, schwierig, aber nach 30 Jahren Übung sind wir entschlossen, einen Weg zu finden, den alle gehen können.

 


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